Kursvideos

Eine sehr alte Idee von etwa 2010, realisiert im März 2015.

Etwas kompliziertere Zusammenhänge lassen sich oft viel leichter mit Hilfe eines Videos verstehen. Außerdem bieten Videos Abwechslung zu der großen Menge von Text, die kennzeichnend für Fachinformation ist.

Das Problem bei der Erstellung von Videos (und das gilt für viele Multimediaformate) ist, dass die Produktion schnell sehr aufwändig wird. Wenn Videos massiv in Onlinekursen eingesetzt werden sollen, dann gilt es also einen Weg zu finden, diese nicht nur gut, sondern auch schnell und preisgünstig zu produzieren.

Wir haben lange herumprobiert und mit einer Menge Leute gesprochen, die sich mit sowas auskennen. Ziemlich schnell ist uns aufgefallen, dass Profis Ansprüche an die Perfektion stellen, die mit unseren Budgets nicht zusammen passen. Das erinnert mich an die Zeit als das Desktop Publishing aufkam und professionelle Schriftsetzer sich mit Grausen abwandten. Aber was damals galt, dass nämlich nur wahrgenommene Qualität sich rechnet, das gilt heute auch für die Herstellung von Videos.

Man darf dabei auch nicht unterschätzen, wie sehr die Sehgewohnheiten sich verändert haben. Früher war Fernsehqualität das Maß der Dinge, heute ist es YouTube. Produktionstechnisch nicht perfekte Videos sind heute normal – Hauptsache der Inhalt ist interessant.

Daran haben wir uns orientiert und produzieren unsere Videos entsprechend. Im ersten Schritt sind das Cartoons, produziert mit einer Software namens Camtasia. Die Zeichnungen hat nicht mal ein Grafiker gemacht sondern unser Cheflektor. Und auch Audio haben wir inhouse produziert. Das geht wahrscheinlich so nicht auf die Dauer, aber jetzt ist diese nicht perfekte Methode für uns ganz perfekt.

Definitionen

Eine Idee von Dezember 2014.

In vielen Fachgebieten sind Definitionen ein besonders wichtiger Teil des Wissens. Also gehören Definitionen in fast alle E-Learning-Kurse und sollten natürlich auch abfragbar sein. Dabei stellt sich aber das Problem, dass Definitionen mehr oder weniger lange Texte sind, die kaum ein Lernender leicht Eins zu Eins reproduzieren kann. Natürlich könnte man sklavisch auswendig lernen, aber dann stellt sich doch die Frage, ob damit nicht lediglich der Form genügt wird und das Verständnis auf der Strecke bleibt (wir alle kennen das von den Gedichten, die wir in der Schule auswendig lernen mussten…).

Soll es nicht um wörtliches Auswendiglernen gehen, dann müsste die Kurssoftware in der Lage sein mit Synonymen, Flexionen, alternativen Satzkonstruktionen, Umstellung von ganzen Sätzen und mit Auslassungen oder Hinzufügungen umgehen zu können. Dieses Problem ist mit unseren Mitteln derzeit leider nicht lösbar.

Eine sehr einfache Lösung wäre andererseits natürlich, wenn der Lernende die Definition formuliert, dann nachsieht, wie der korrekte Text lautet und am Ende selbst beurteilt, ob er richtig geantwortet hat. Das ist sehr üblich in vielen Lernumgebungen und entspricht der Idee der Lernkarte. Vom Anspruch eines digital unterstützten Lernens her ist diese Lösung aber nicht wirklich befriedigend, denn so könnte man das Problem halt auch auf Papier lösen.

Unsere Idee besteht nun darin, dass dem Nutzer die relevantesten Begriffe (Nomen) einer Definition zusammen mit nicht passenden Begriffen in einer Tag-Cloud angeboten werden.

Frageformat Definition 3

Die Blasen mit den Begriffen sollen in der Box herumschweben und der Nutzer hat die Aufgabe, die zutreffenden Begriffe anzuklicken. Ein richtiger Klick färbt die Blase grün, ein falscher rot. Es sind verschiedene Schwierigkeitsstufen denkbar mit Begriffen, die inhaltlich näher zusammen liegen als in diesem Beispiel oder einfach mit mehr Begriffen. Der Schwierigkeitsgrad könnte zum Beispiel steigen, je häufiger der Lernende die Frage schon vorher richtig beantwortet hat.

Nachdem der Nutzer seine Klicks gesetzt hat, kann er durch einen Klick auf das blaue „Eselsohr“ unten rechts die Karte wenden und liest dann den korrekten Text der Definition.

Über das Lernen der relevanten Begriffe kann sich der Nutzer bei Bedarf sogar einen Definitionstext erarbeiten. Und zwar vom Verständnis her, denn er muss ja die Begriffe durch ergänzenden Text sinnvoll verbinden. Das dürfte dem Verständnis förderlicher sein als stures Auswendiglernen.

Kursplanung

Diese Idee aus dem Juni 2013 wurde im September 2014 realisiert.

Kursplanung 27-04-14
Das Kursplaner-Overlay

Es ist ein hartes Stück Arbeit, einen E-Learning-Kurs zu absolvieren, denn 50 Stunden sind nicht mal eben so gemacht. Wie können wir unsere Teilnehmer unterstützen und ihnen helfen, die Motivation aufrecht zu erhalten? Diese Frage hat zum Kursplaner geführt, denn wenn sich der Lernende selbst darauf festlegt, bis wann er den Kurs abschließen, an welchen Tagen er lernen und wie viel Zeit er jeweils aufwenden will, dann kann er nicht nur seinen Lernfortschritt besser kontrollieren, er fühlt sich auch stärker verpflichtet.

Gut wäre zudem, wenn der Kursplaner den Lernenden per E-Mail oder SMS benachrichtigt, wenn seine aktuelle Kursplanung in Gefahr gerät. Und natürlich sollte es möglich sein, die Planung zu resetten und neu  anzulegen.

Die Beantwortung der Fragen ist eine der wichtigsten Funktionalitäten eines Onlinekurses. Denn darüber kann der Teilnehmer effektiv kontrollieren, ob er das Gelernte verstanden hat. Der Kursplaner könnte auch hier eine Hilfe sein, indem er jeweils ein Protokoll der aktuellen Lernsession versendet mit den richtig und falsch beantworteten Fragen und Hinweisen zu den Lösungen.