Verkaufen in Höchstgeschwindigkeit

Idee aus April 2014.

Die alten Wacom-Tablets: nicht mobil aber praktisch im Verkauf.
Die alten Wacom-Tablets: nicht mobil aber praktisch im Verkauf.

Viele unserer Kurse und Bibliotheken werden über das Telefon verkauft. Unsere Mitarbeiter benutzen dazu Tablets. Das sind gegenwärtig noch große, dumme, berührungsempfindliche Bildschirme der Firma Wacom, die wir seit 2006 einsetzen (also lange vor Apples erstem Tablet). Der Grund dafür ist, dass wir wollen, dass sich die Mitarbeiter im Verkauf voll und ganz auf ihre Gespräche mit Interessenten und Kunden konzentrieren können. Wer verkauft muss gut kommunizieren und Empathie aufbringen – er muss aber nicht unbedingt ein guter Datentypist sein. Deshalb dokumentieren unsere Mitarbeiter ihre Gespräche handschriftlich auf dem Tablet und müssen sich nicht darum kümmern, wie die Infos dann in die Datenbank kommen.

Nun möchten wir einen Schritt weiter gehen, um noch mehr Geschwindigkeit und Performance zu gewinnen und unseren Mitarbeitern mehr Möglichkeiten zu geben, die eigene Arbeitszeit flexibel selbst zu bestimmen. Der erste Schritt dazu ist sehr technisch, wir stellen die Telefonie von ISDN auf Voice-over-IP (VOIP) um.

Erstes Proof-of-Concept: Das Surface von Microsoft
Erstes Proof-of-Concept: Das Surface von Microsoft

Im zweiten Schritt werden wir die Wacom-Tablets durch Microsoft Surface-Tablets ersetzen. Das sind dann richtige Rechner und nicht mehr nur Bildschirme. Mit ihrem Tablet wird sich die Mitarbeiterin in das System einloggen und ihren Arbeitskorb vorfinden. Dabei ist es dem Surface egal, ob es im Callcenter ist, wenn es einloggt, oder in der Wohnung einer Mitarbeiterin. Über das Tablet und ein Headset kann die Mitarbeiterin von zuhause aus genauso gut arbeiten wie im Büro. Telefonie und Daten laufen dabei über eine schnelle Internetverbindung und die Server im Callcenter.

Viele unserer Mitarbeiter sind weiblich, haben Kinder, die noch zur Schule gehen; haben Männer, die Mittags auf das Essen warten. Deshalb arbeiten diese Mitarbeiterinnen halbtags im Minijob, obwohl sie eigentlich gerne mehr tun würden. Wäre es nicht super, wenn diese Mitarbeiterinnen zwar weiterhin regelmäßig halbtags im Office, aber zusätzlich auch von zuhause arbeiten könnten, zum Beispiel wenn das Kind mal krank ist oder ein Handwerker sich angesagt hat? Wäre es nicht super, wenn diese Mitarbeiterinnen nachmittags selbst entscheiden könnten noch eine Stunde mit Kunden zu telefonieren, weil ihr Mann noch nicht da und die Kinder beim Sport sind? Genau das wollen wir erreichen.

Wir glauben nämlich, dass selbstbestimmte Mitarbeiter motivierter und dass motivierte Mitarbeiter erfolgreicher sind.